Rebsorten


Wir möchten Ihnen die Vielfalt der Rebsorten unserer DOP zeigen

Weiße Traube

  • Chardonnay
  • Moscatel de grano menudo
  • Moscatel de Alejandría
  • Parellada
  • Riesling
  • Viognier
  • Premsal Blanc
  • Giró Ros

Rote Traube

  • Cabernet Sauvignon
  • Merlot
  • Monastrell
  • Pinot Noir
  • Syrah
  • Tempranillo
  • Callet
  • Mantonegro
  • Fogoneu
  • Gorgollassa

Einheimische Rebsorten


Die DOP Pla i Llevant schätzt und fördert die Herstellung von Weinen aus autochthonen Rebsorten. Hier stellen wir Ihnen unsere Rebsorten vor:

Fogoneu

Diese Sorte ist von großer historischer Bedeutung, da sie vor allem im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts angebaut wurde, also zu der Zeit, als die Reblaus die französischen Weinberge angriff. Sie war bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts die dominierende Rebsorte. Der Wein, der exportiert wurde, stammte hauptsächlich von dieser Rebsorte. Ihr Ursprung ist unbekannt, aber alle gefundenen Verweise beziehen sich auf ihre Vorkommen auf den Balearen. Die durchgeführten genetischen Studien (García-Muñoz, 2011) beschreiben sie als ein Hybrid von heute nicht mehr angebauten Sorten, die vom 17. bis 19. Jahrhundert auf Mallorca sehr verbreitet waren. Die Rebenblätter sind kahl, klein und haben 5 ausgeprägte Lappen, sie sind anfangs von charakteristischer intensiv rötlicher Färbung. Die Weintraube ist mittelgroß, kompakt und konisch geformt. Die Weinbeere ist kugelförmig und von blau-schwarzer Farbe. Dank ihrer dicken Schale ist sie beständig gegen Oidium. Der Austrieb liegt mittelfrüh bis spät und die Reifezeit mittelfrüh. Hoher Ertrag. Die aus dieser Rebsorte erzeugten Weine haben eine tiefe Färbung mit guter Konzentration an Anthocyanen, aber etwas schwieriger Stabilität. Nicht sehr hoher Alkoholgehalt.

Callet

Dies ist die dank ihres ausgedehnten Anbaus wohl bekannteste autochthonen Rotweintraube der DOP Pla i Llevant. Über ihren Ursprung ist wenig bekannt, sie entstand vor einigen Jahrhunderten in der gleichen Region, die heute die DOP Pla i Llevant bildet. Die ersten Zeugnisse dieser Rebsorte stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die genetische Untersuchungen haben ergeben, dass sie das Ergebnis einer Kreuzung zwischen anderen autochthonen Sorten und gleichzeitig Nachfahre anderer autochthoner Sorten ist. Die Reben sind recht kräftig, mit langen Trieben und großem fünflappigen, an der Unterseite kahlen Weinlaub. Die Trauben sind mittelgroß und kompakt, die Weinbeeren mittelgroß und violett-rot. Austrieb und Reifung erfolgen mittelfrüh. Auf fruchtbaren Böden neigt er zu einer breiten vegetativen Entwicklung und einer schwierigen Reifung, mit einer Tendenz zu wenig gefärbten Körnern. Für die Weinbereitung ist es vorzuziehen, ihn auf weniger fruchtbaren Böden anzubauen. Reagiert empfindlich auf Mehltau und Oidium. Die aus Callet hergestellten Weine haben einen nicht sehr hohen Alkoholgehalt und aufgrund ihrer niedrigen Phenolkonzentration eine mitteltiefe Färbung, sie bieten interessante Geschmackserlebnisse mit starker Persönlichkeit und Aromen. In den letzten Jahren wurden Klonungen durchgeführt, um diese Rebsorte zu verbessern.

Mantonegro

Eine Rotweintraube, die laut genetischen Untersuchungen von autochthonen Sorten stammt. Die ersten Zeugnisse dieser Rebsorte stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die Reben sind kräftig und bevorzugen lockere, lehmige Böden. Sprossen ohne Pigmentierung. Die Rebenblätter sind mittelgroß, keilförmig, und die seitlichen Einkerbungen sind weniger ausgeprägt als die oberen. Die Unterseite ist kahl. Die Traube ist groß, konisch und mittelkompakt. Die Weinbeeren sind kugelförmig und dunkelviolett. Empfindlich gegen Mehltau und ein wenig gegen Oidium. Austrieb und Reifung erfolgen mittelfrüh. Ergibt aromatische und ausgewogene Weine mit einer mittleren Farbtiefe.

Gorgollassa

Diese Sorte wurde in früheren Zeiten sehr viel angebaut, jetzt aber nur wenig. Genetisch stammt sie von den Sorten Heben und Monastrell ab. Gute vegetative Entwicklung. Mittelgroße Blätter, keilförmig, die Unterseite ist wollig. Die Traube ist mittelgroß, nicht sehr kompakt und zylinderförmig. Die Weinbeeren sind kugelförmig und blau-schwarz. Austrieb und Reifung erfolgen spät. Der Ertrag pro Hektar ist gering. Ergibt Weine mit niedrigem Alkoholgehalt und einer guten Konzentration an Anthocyanen und Tanninen.

Premsal blanc

Diese Sorte ist die autochthone Weißweinsorte, die am häufigsten angebaut wird. Sie war praktisch schon verschwunden, aber sie war auf einem Weingut bewahrt worden und ihr Anbau wurde auf die ganze Insel ausgedehnt. Halbkräftige und ertragreiche Sorte, bei der sich in der Regel ertragsreiche Jahrgänge mit Jahren niedrigen Ertrags abwechseln. Austrieb und Reifung erfolgen mittelfrüh. Die Blätter sind gelbgrün mit wolliger Unterseite. Die Traube ist von mittlerer Größe, mittlerer Kompaktheit und pyramidenförmiger Form. Die Weinbeere ist groß und gelbgrün. Ergibt saubere Weine in gelber Färbung mit Grüntönen. Gute aromatische Qualität. Nicht zu sauer. Ausgewogen. Nicht sehr hoher Alkoholgehalt, ausgezeichnet für Coupage geeignet.

Giró ros

Gehört zu den letzten Sorten, die in die DOP Pla i Llevant aufgenommen wurden. Diese Sorte war auf einem Weingut in Felanitx erhalten geblieben und wurde von dort aus auf der ganzen Insel verteilt. Zusammen mit der Premsal Blanc wird sie sehr für die Erzeugung von Weißweinen geschätzt. Sehr alt, die ersten Erwähnungen stammen aus dem achtzehnten Jahrhundert. Kräftige Pflanze, mit großen Rebenblättern. Die Trauben sind groß und die Weinbeeren nicht kompakt. Resistent gegen Mehltau und etwas weniger gegen Oidium. Austrieb und Reifung erfolgen mittelfrüh. Ergibt Weine von großer Qualität, aromatisch, zuckerreich und mit einer starken Persönlichkeit. Sehr ausgewogen.